17.10.22

NL Wissenswertes PMS

Nervige Tage vor den Tagen

Nervige Tage vor den Tagen – prämenstruelles Syndrom

Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Hautunreinheiten, Heißhunger und Gewichtszunahme – die zweite Zyklushälfte ist für viele Frauen eine echte Herausforderung und das jeden Monat aufs Neue. Auslöser dafür ist das prämenstruelle Syndrom: kurz PMS genannt.

Ursache für das PMS
Man geht davon aus, dass hormonelle Schwankungen während des weiblichen Zyklus eine entscheidende Rolle spielen. Ab der zweiten Zyklushälfte fällt das Östrogen ab und das Gelbkörperhormon Progesteron steigt an. Auch das Stillhormon Prolaktin kann dann erhöht sein. Zwar haben Frauen mit dem Prämenstruellen Syndrom nicht zwangsläufig einen veränderten Hormonspiegel, aber sie reagieren möglicherweise sensibler auf dessen wechselnde Zusammensetzung in den verschiedenen Zyklusphasen. Zusätzlich können eine ungünstige Ernährungs- und Lebensweise das PMS begünstigen. Dazu zählen vor allem Rauchen, Koffeingenuss, eine fett-, zucker- und salzreiche Ernährung sowie zu wenig Bewegung, zu wenig Schlaf und Stress.

Welche Symptome zeigen sich bei PMS?
PMS kann sich in unterschiedlichen Symptomen äußern. Abgeschlagenheit, Bauchschmerzen, Hautunreinheiten, Heißhunger begleiten 20 bis 40 Prozent der Frauen, aber ebenso Migräne, Übelkeit, gespannte und schmerzempfindliche Brüste sind Symptome, die immer wieder auftreten.
Darüber hinaus kann es zu Wassereinlagerungen im Gewebe kommen. Das zeigt sich häufig im Gesicht, an Händen, Füßen und Beinen und sorgt für das eine oder andere Kilogramm mehr auf der Waage.

Wie PMS gegensteuern?
Je nachdem, wie stark die Beschwerden sind, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Beschwerden des PMS ausbleiben bzw. deutlich gelindert werden, wenn Medikamente eingesetzt werden, die den Hormonspiegel regulieren. Daher werden oftmals hormonelle Verhütungsmittel verschrieben, da diese die körpereigene Produktion bestimmter Hormone unterdrücken können. Da jedoch die medikamentöse Behandlung Nebenwirkungen mit sich ziehen kann, ist es sinnvoll, alternativ pflanzliche Mittel zu versuchen sowie die Ernährung umzustellen und mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Alternative Behandlungsansätze
Der Mönchspfeffer (Agnus castus) ist die vielversprechendste Heilpflanze beim PMS. Obwohl die Beschwerden erst in der zweiten Zyklusphase auftreten, sollte der Mönchspfeffer den gesamten Zyklus hindurch täglich für mindestens drei Monate eingenommen werden. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass mit der Einnahme von Mönchspfefferextrakt die Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und überempfindliche Brüste bei den Probandinnen deutlich reduziert werden konnten.
Neben Mönchspfeffer punkten aber auch der Frauenmantel, der, als Tee eingenommen, Krämpfe lösen kann. Gegen depressive Verstimmungen und zur Entspannung ist Johanniskraut empfehlenswert.
Brennnesseltee ist eine Alternative zu pharmazeutischen Diuretika und wirkt als natürliches Entwässerungsmittel. Gleichzeitig enthält Brennnesseltee reichlich Mineralien wie Calcium, Eisen und Magnesium und kann so einen eventuellen Mineralstoffmangel ausgleichen.

Durch Sport und Bewegung kann die Wirkung der Heilpflanzen unterstützt werden. Denn mit der Bewegung wird die Durchblutung gefördert, Verkrampfungen werden gelöst und Schmerzen gelindert. Zudem werden durch Sport und Bewegung auch Endorphine ausgeschüttet, die stimmungsaufhellend wirken. Am besten wirken Ausdauertraining wie Walken, Radfahren, Joggen oder Schwimmen.

Ernährung –  der Schlüssel für „schmerzfreie Tage vor den Tagen“
Wird zu viel Fast Food und zu wenig Gemüse gegessen, wird der Körper nicht mit genügend Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt, die er jedoch dringend benötigt, um die Hormone in einem ausgeglichenen Verhältnis herstellen zu können. Vor allem zur Bildung von Progesteron sind B-Vitamine und Vitamin E essenziell. Hülsenfrüchte enthalten z.B. reichlich B-Vitamine und unterstützen die Produktion von Serotonin. Empfehlenswert ist außerdem, reichlich ungesättigte Fettsäuren über hochwertige kaltgepresste Öle, wie Raps-, Lein-, Hanföl oder Seefische aufzunehmen. Die Omega-3-Fettsäuren können die Entzündungsaktivitäten, die in der zweiten Zyklushälfte auftreten können, abschwächen. Des Weiteren kann ein Defizit an Ballaststoffen dazu führen, dass die im Darm befindlichen, Östrogenabbauprodukte nicht gebunden und ausgeschieden werden. D.h. diese gelangen zurück in die Blutbahn und es kann zu einer Östrogendominanz kommen und das Hormongleichgewicht gerät ins Wanken.
Deshalb ist es sinnvoll, frisches Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte zu essen, um den Körper mit den entsprechenden Vitalstoffen zu versorgen.

Fleisch und Milchprodukte von Tieren aus Biohaltung sind zu bevorzugen, damit eine zusätzliche Hormonbelastung, die u. U. in Fleisch aus Massentierhaltung enthalten sein kann, vermieden wird. In der zweiten Zyklushälfte ist zusätzlich empfehlenswert, auf Koffein und Alkohol zu verzichten.

Trotz bewusster Ernährung und Lebensstil macht sich immer mal wieder Heißhunger auf Süßes breit. Da man der Versuchung nicht immer widerstehen kann, greift man am besten zu einem Stück dunkler Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil – das stillt den Süßhunger und hat zusätzlich eine entspannende und entzündungshemmende Wirkung. Außerdem profitiert die Stimmung davon.


Metabolic Balance und PMS
Der Metabolic Balance Ernährungsplan ist so ausgelegt, dass alle Nähr- und Vitalstoffe in ausreichender Menge und in einem ausgeglichenen Verhältnis aufgenommen werden. Wichtige Vitalstoffe, die zur Linderung des PMS beitragen können, sind durch Gemüse, hochwertige kaltgepresste pflanzliche Öle, Seefische und eiweißhaltige Lebensmittel gut abgedeckt. Kräuter und Gewürze, mit ihren entzündungshemmenden, ätherischen Ölen, wirken zusätzlich krampflösend und entspannend auf den Organismus.
Auch den Wassereinlagerungen kann, auch wenn es etwas paradox klingt, mit vermehrtem Wassertrinken entgegengesteuert werden. Der Körper reagiert nämlich auch auf Wassermangel mit Einlagerungen.

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